IK-Konjunkturtrend 2. Quartal 2010 – Gute Umsatzentwicklung, weiterer Rohstoffpreisanstieg, hoher Margendruck

Bad Homburg, 29. März 2010 – Durchaus optimistisch beurteilt die Kunststoffverpackungsindustrie die weitere wirtschaftliche Entwicklung ihrer Unternehmen für das 2. Quartal 2010. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen IKKonjunkturtrend-Umfrage. Demnach steigt der Saldo für die Umsatzerwartung gegenüber dem 1. Quartal von 8,1 auf 20,9 Punkte. Auch die Export-Situation wird positiver beurteilt als noch vor 3 Monaten.
 

Große Probleme scheinen die Kunststoffverpackungsproduzenten hingegen bei der Entwicklung ihrer Margen zu sehen. Hier sinkt der ohnehin schon sehr negative Saldo von minus 25,8 Punkten im 1. Quartal auf minus 34,1 Punkte für das 2. Quartal 2010. Die Gründe liegen auf der Hand. 70 Prozent der befragten Unternehmen rechnen mit weiter steigenden Rohstoffpreisen im 2. Quartal. Experten bestätigen diesen Trend. Der Preisanstieg insbesondere bei den Massenkunststoffen, der in den ersten 3 Monaten teilweise bis zu 30 Prozent ausgemacht hat, wird sich zumindest in nächster Zeit fortsetzen.
 

Aus Sicht der teilnehmenden IK-Mitglieder werden sich deshalb auch die Verkaufspreise im 2. Quartal erhöhen. Der Umfragesaldo steigt hier von minus 6,5 sprunghaft auf 22,3 Punkte. Allerdings ist die Erhöhung der Verkaufspreise nur zeitversetzt im Markt zu platzieren, was sich wiederum negativ auf die Renditesituation auswirken wird.
 

Der Ausblick für das 2. Quartal 2010 ist also insgesamt gespalten. Einerseits wird die eigene wirtschaftliche Entwicklung inklusive des Exports positiv beurteilt, aufgrund der weiter steigenden Rohstoffpreise rechnet die Branche andererseits nochmals mit Rückgängen bei den Margen.
 

Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. befragt ihre Mitglieder alle 3 Monate nach dem wirtschaftlichen Ausblick für das folgende Quartal. Abgefragt wird die Einschätzung wesentlicher konjunktureller Parameter wie Umsatz, Export und Ertrag, sowie die Rohstoff- und Produktpreisentwicklung. Zwischen 150 und 200 Unternehmen aus den unterschiedlichsten Marktsegmenten der Kunststoffverpackungsindustrie beteiligen sich regelmäßig an dieser Umfrage, die damit auch repräsentativen Charakter hat.