Bad Homburg, 26. August 2009
Das ifeu-Institut in Heidelberg legte jetzt die Ergebnisse einer neuen Ökobilanz zu Restmüllbeuteln vor. Darin werden Beutel aus Polyethylen, Polyethylen-Rezyklat und solche aus sogenannten Bioplastics bei allen relevanten Umweltindikatoren miteinander verglichen.
Auftraggeber sind Unternehmen, die Müllbeutel aus verschiedenen Materialien, unter anderem auch aus Bioplastics, herstellen und vertreiben. Die Studie sollte vor allem Aufschluss darüber geben, ob die zwischenzeitlich in Frankreich geplanten gesetzlichen Diskriminierungen herkömmlicher Kunststoffe beim Einsatz in Müllbeuteln, zum Beispiel durch Strafsteuern, ökologisch zu rechtfertigen sind.
Das Ergebnis der Studie ist eindeutig. Bei allen Umweltindikatoren schneiden Müllbeutel aus recyceltem Polyethylen am besten ab, gefolgt von solchen aus Polyethylen-Neuware. Sogar in den emissionsbezogenen Kategorien, wie dem CO2-Ausstoß, sind die Polyethylen-Materialien überlegen.
Damit haben sich die ursprünglich vermuteten ökologischen Vorteile von Bioplastics-Materialien bei Restmüllbeuteln nicht bestätigt. Aus Sicht der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. zeigen diese wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass Diskriminierungen herkömmlicher Kunststoffe im Rahmen von gesetzgeberischen Maßnahmen in keiner Weise gerechtfertigt sind.
Unabhängig von den Ergebnissen dieser speziellen Ökobilanz sieht die IK für Bioplastics als relativ neue Werkstoffe gute Zukunftspotentiale, insbesondere für spezielle Einsatzgebiete.
Eine Kurzfassung der Ökobilanz können Sie hier herunterladen
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